Wie funktioniert das Erbbaurecht?

Seit rund 100 Jahren bietet das Erbbaurecht die Möglichkeit, Eigentum an einem Gebäude getrennt vom Eigentum an einem Grundstück zu erwerben.

Der Eigentümer, in den meisten Fällen Kirchen oder öffentliche Einrichtungen, räumt als sogenannter Erbbaurecht-Geber dem Erbbaurecht-Nehmer die Nutzung seines Grundstücks zur Bebauung ein.
Der Erbbaurecht-Nehmer zahlt hierfür einen monatlichen oder jährlichen Erbbauzins.

Hierdurch ergeben sich diverse Vorteile:
Durch die rechtskräftige Eintragung im Grundbuch wird der Erbbaurecht-Nehmer alleiniger Eigentümer des Gebäudes und hat somit die Möglichkeit, das Gebäude zu verkaufen, zu vererben oder zu beleihen - wie beim "klassischen" Immobilien-Erwerb!

In der Praxis werden Erbbaurecht-Verträge zumeist auf 99 Jahre abgeschlossen. Diese Verträge können jedoch nach Auslaufen beliebig oft verlängert oder erneuert werden.

Generell ist die Darlehenssumme geringer, da zu Beginn lediglich der Preis für das Gebäude ohne den Grundstückspreis "on top" gezahlt wird. Der zu leistende Erbbauzins ist im Verhältnis günstiger als die Kosten für ein mit zu erwerbendes Grundstück. Die Darlehenssumme ist schneller abbezahlt - es bleibt schlichtweg mehr Geld übrig!

Erbbauzinsen können im Laufe der Finanzierung zwar steigen, dank der Anpassungsklausel an den Lebenserhaltungsindex allerdings nur in einem sehr geringen Ausmaß.

Nicht nur für Eigennutzer, sondern auch für Kapitalanleger die Ihre Immobilie vermieten wollen, bringt der Erbbauzins Vorteile: „Der Kaufpreisfaktor sinkt – und die Rendite steigt“.

Der Erbbauzins kann bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung als Sonderausgaben abgesetzt werden.


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